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Tolles Fest zum Abschied von der Villa Nestle

22 frisch gebackene Grafik-Designer/-innen und 23 Absolvent/-innen der Foto- und Medientechnik-Ausbildung beglückwünschte Ilona Bräuninger, Leiterin des Kolping-Bildungszentrums, zu ihren Zeugnissen.

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Bei den meisten beinhalten diese die Fachhochschulreife, so dass die Weichen für eine erfolgreiche berufliche Karriere gestellt sind. Mit rund 180 Gästen feierte die Kolping-Schule für Gestaltung erstmals den Abschluss der 2007 begonnenen Ausbildung zu foto- und medientechnischen Assistent/-innen gemeinsam mit den Grafik-Designern. Entsprechend umfangreich geriet die Ausstellung der Abschlussarbeiten im Heilbronner Kunst- und Kulturhaus Zigarre: Kein Winkel, in dem nicht Videos oder Bilder-Schauen die Ergebnisse zweijährigen Schaffens im Fotostudio, auf Reisen und in der Region auf eigens installierten Laptops Revue passieren ließen - selbst in der Warteschlange vor dem Fest-Büffet. „Tolle Ideen“, befanden Verwandte und Freunde der Absolventen auch in der Ausstellung der Gemüse-Studien ihrer Grafik-Designer, die  im Fach Freies Zeichnen Salatköpfen tiefsinnige, witzige oder gar philosophische Bedeutung eingehaucht hatten.

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Speisekarten für vegetarische Gerichte machten sie zu typografischen Studien und die Gäste blätterten gern in den phantasievollen Imagebroschüren oder Produkt-Werbekarten. Trotz der „schwierigen Situation“ am Arbeitsmarkt, zumal in der Werbebranche, machte Schulleiter Horst Strümann den Abgängern Mut für den neuen Lebensabschnitt: Vielen Bewerbern mangele es heute an Persönlichkeit, höre man immer wieder in Wirtschaftskreisen. Zwei beziehungsweise drei Ausbildungsjahre hätten allerdings bei vielen Schülerinnen und Schülern eine positive Entwicklung sichtbar gemacht. „Wir sollten alle an uns arbeiten“, riet Strümann den Absolvent/-innen. Den Villa-Nestle-Preis für die besten Zeugnisse nahmen Linda Moser und Hannes Buchwald entgegen. Buchwald erhielt außerdem neben Fabio Schmidt den Kolping-Sozialpreis aus der Hand des Fördervereins-Vorsitzenden Horst-Fritz Siller. Der Heilbronner Geschäftsmann bestätigte Horst Strümann: „Noten sind nicht alles“, bezog er sich auf langjährige Berufspraxis und rief allen Nicht-Preisträgern zu: „Sie haben immer wieder eine Chance.“
Den Dank, „dass Sie es geschafft haben, aus uns richtige Grafiker zu machen“ sprach Janina Wiedermann stellvertretend für ihre Klasse aus. Foto- und Medientechniker Steven Zuleger gab für seine Zunft der Villa Nestle, in der die Kolping-Kreativen lernen, Bestnoten: „Diese Schule ist der Wahnsinn“. Ein Lehrer-Casting im geselligen Teil des Abends inszenierten die Schüler als Showeinlage, die liebevoll und augenzwinkernd einzelne Persönlichkeiten skizzierte: „Herbe Unterhaltung“, die ankam. So schräg wie der ganze Programmpunkt fielen die Geschenke an die Lehrer aus: Kaugummi, ein Goethe-Zitat, einen Bademantel oder einen Lageplan der Schule durfte das Kollegium unter großem Beifall mit nach Hause nehmen.

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